Good Will Hunting
- Lukas Friedrich

- vor 4 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Wann hast du dich zuletzt wirklich gesehen und gehört gefühlt – jenseits von Erwartungen, Bewertungen und Funktionieren?
Um Dir zu zeigen, was ich damit meine, möchte ich eine Filmsequenz mit Dir teilen.
Sie stammt aus dem wunderbaren Film Good Will Hunting.
Dieser Film – und besonders die Szene am See – begleitet mich, seit ich ihn zum ersten Mal gesehen habe.
Er hat mich im Herzen berührt. Nicht nur wegen der Worte, sondern wegen der Haltung des Psychologen Sean Maguire, gespielt von Robin Williams.
Was ist passiert?
Am Tag zuvor hat Will Hunting (gespielt von Matt Damon) Sean Maguire emotional tief verletzt.
Er zerlegt sein Leben anhand eines Aquarells – schonungslos und persönlich. Sean verliert kurz die Fassung. Ein verletzlicher, sehr menschlicher Moment.
Und trotzdem ist er am nächsten Tag wieder da. Er urteilt nicht, sondern schaut weiter hin und hört weiter zu – und will den Menschen sehen. Nicht als Fall, nicht als Therapie, nicht als Geschäft – sondern als jungen Menschen, dessen Leben bereits viele Spuren hinterlassen hat.
Genau das inspiriert mich. Diese Achtung und Demut vor der Lebensbiografie eines Menschen – bei gleichzeitiger Wahrnehmung der eigenen Geschichte, der eigenen Verletzungen und Unzulänglichkeiten.
Was diese Szene für mich zusätzlich besonders macht: sie wird von Robin Williams gespielt. Ein Mensch, der für viele immer der Lustige, der Schnelle, der Brillante war – und diese Rolle oft auch erfüllen musste. 🎭
Gerade im Wissen, wie sein Leben tragisch geendet hat, bekommt das für mich noch mehr Tiefe.
Umso kraftvoller ist es, ihn hier so ruhig und klar zu erleben. Diese Haltung kommt meiner im Coaching sehr nahe.
Auch für mich bedeutet das:
✅ keine schnellen Schubladen
✅ echtes Interesse statt vorschneller Deutung
✅ auf den Menschen und Prozess einlassen - ohne schon zu wissen, „wie es sein wird“
Den Menschen ein Stück auf seinem Weg begleiten zu dürfen – sei es kurz oder länger.
Gleichzeitig ist es keine Einbahnstrasse: Es braucht die Bereitschaft, sich zu öffnen und wirklich von sich zu erzählen. Dort entsteht Veränderung.
Auch ich gehe diesen Schritt jedes Mal.
Nicht nur als Coach – sondern als Mensch.
Denn genau dort beginnt für mich echte Begegnung, Dich wirklich zu sehen. ❤️
Du bist am Zug, mein Freund... 🙂





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