
Persönlichkeitsprofil

Die Psychologie definiert Persönlichkeit als ein über längere
Zeit relativ stabiles Muster aus Gedanken, Gefühlen und Verhalten.

Die Arbeitswelt wird immer schnelllebiger, Führung wird komplexer, Rollen instabiler und in der Anzahl zunehmend, Teams funktionieren nicht mehr linear (Multioptionsgesellschaft). Repräsentative Studien (DDI, Hays) zeigen, dass bei rund 40–50 % der Stellenwechsel die Qualität des direkten Managements eine wesentliche Rolle spielt. 90% der Beschäftigungsverhältnisse scheitern aufgrund mangelnder Passung von Persönlichkeitsmerkmalen und Anforderungen der jeweiligen Position.
Du hast Dir bestimmt auch schon mehr als einmal die Frage gestellt: "Wer bin ich eigentlich? Wieso verhalte ich mich so, wie ich mich verhalte?"
Vielleicht hast Du im beruflichen Arbeitsalltag auch schon das eine oder andere "Testverfahren" mitgemacht. Oftmals sind diese zwar unterhaltsam, allerdings leider sehr vereinfachend (Schubladendenken) und der Nutzen für die persönliche Weiterentwicklung geht dabei verloren.
Mit dem 3- Perspektivenrad (P3) sollen die Stärken dieser Einzelmodelle in Kombination genutzt werden. Es ist ein integratives Modell, als Kombination von Praxisnähe und differenzierter Wissenschaft und orientiert sich damit am aktuellsten Stand der Persönlichkeitspsychologie:
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Zur Beschreibung werden wissenschaftliche Modelle wie Big Five oder HEXACO (mit dem Honesty/Humility-Faktor) genutzt, bei welchen die umfangreichsten Erkenntnisse zur Validität von Persönlichkeitsmerkmalen für beruflichen Erfolg und berufliche Zufriedenheit vorliegen.
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Das 3P-Perspektivenrad basiert im Kern auf dem Occupational Personality Assessment (O-PER-A) [1] und orientiert sich damit am aktuellsten Stand der Persönlichkeitspsychologie.
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In der Praxis (u. a. HR) sind zudem Verfahren wie DiSC / 4-Farben (Thomas Erikson) oder das Team Management System (TMS) verbreitet. Diese zwei Verfahren sind zwar typologisch, dienen jedoch vor allem der Veranschaulichung und Reflexion und können weitere interessante Hinweise liefern.
Mit der Identifikation & Analyse deiner Persönlichkeitsmerkmale Du erfährst damit mehr über dein eigenes Verhalten im Arbeitskontext, und kannst daraus abgeleitet ungenutzte Stärken und Talente erkennen. Es ermöglicht zudem die Wahrnehmung von potenziellen Stressoren und hilft Dir dabei, entsprechende Handlungsstrategien abzuleiten.
[1] Basis Hogrefe Testverfahren O-PER-A (Occupational Personality Assessment), Erscheinungsjahr 2024. Erfüllung der Qualitätskriterien nach DIN 33430, SN 33430 und ÖNORM D 4000.

1. „Wer bin ich?“
Deine Persönlichkeit wird mittels Selbstevaluation anhand von 80 items erfasst und mittels 6 Faktoren bzw. 12 Aspekten beschrieben – jeweils im Vergleich zur Normgruppe.
Gewissenhaftigkeit und Belastbarkeit bilden das Fundament des Arbeitsverhaltens. Extraversion und Verträglichkeit prägen den Umgang mit anderen Menschen. Integrität und Offenheit spiegeln die generelle Haltung gegenüber der Aussenwelt wider. Dabei gibt es kein „besser“ oder „schlechter“ – die Ausprägung wird stets relativ zu anderen Personen betrachtet.
Siehe hierzu auch O-PER-A – Occupational Personality Assessment | Testzentrale

2. „Wie werde ich wahrgenommen?“
Zur praxisnahen Übersetzung wird jedem Persönlichkeitsaspekt eine Farbenergie aus dem DISC/4-Farben-Modell zugeordnet (Rot, Blau, Gelb, Grün).
Hierbei wird das DiSC-Modell nach William Moulton Marston (Emotions of Normal People, 1928) verwendet , welches vier grundlegende Verhaltensstile beschreibt: Dominanz / Dominance (Rot), Einfluss / Influence (Gelb), Stetigkeit / Steadiness (Grün) und Gewissenhaftigkeit / Conscientiousness (Blau), auf welchem auch das 4- Farbenmodell von Thomas Erikson (Surrounded by idiots, 2019), basiert.
Ein DISC-Profil trifft dabei keine Aussagen über Werte, Kompetenzen oder innere Gefühle, sondern bezieht sich ausschliesslich auf das beobachtbare Verhalten und den Kommunikationsstil.
Siehe hierzu auch DISG – Wikipedia
und Surrounded by Idiots by Thomas Erikson | Lecturer & Author

3. „Wie arbeite ich im Team?“
Persönlichkeitsmerkmale geben Hinweise auf Grundvoraussetzungen. Im beruflichen Umfeld ist jedoch auch die Passung zwischen Rollenübernahme und Persönlichkeit relevant. Hohe Passung ermöglicht wirksames Handeln mit wenig Energieaufwand, geringe Passung kann viel Kompensation erfordern. Jeder Persönlichkeitsaspekt wird gemäss TMS einer / mehreren Teamrollen zugeordnet
Das Team Management System wurde durch Charles Margerison & Dick McCann in den 80er Jahren entwickelt mit dem Ziel, die Stärken und Bedürfnisse anderer Menschen („Team“) im beruflichen Arbeitskontext besser zu verstehen.
Siehe hierzu auch TMS Research Manual 5th Edition, 2018 und TMS Global und Team Management Profil | TMS GmbH
Die bewusste Verbindung von Persönlichkeit, Wirkung und berufliche Rolle eröffnet eine Perspektive, die über klassische Einzelmodelle hinausgeht – und Dir Zugänge zu persönlicher und beruflicher Entwicklung eröffnet.




